Das Wolfsrudel nimmt die Herausforderung an!
Sonntag, 27. Februar 2005An die Abgesandten der böhmischen Brauereien,
hiermit nehmen die Brüder und Schwestern des Wolfsrudels, heimisch in der Perle des Erzgebirges, die fußballerische Herausforderung mit feierlicher Vorfreude entgegen! In der Gewissheit, unseren böhmischen Kameraden sowohl auf dem Felde des Ballsports, als auch im Bereich des Gerstensaftgenusses mehr als nur trotzen zu können, sehen wir dem großen Tag mit hoffnungsfroher Erwartung entgegen!
Wir, die wir es nicht nötig haben, unser Bier nach bayrischer Brauart zu brauen, um die lange sächsische Bierbrautradition wissen, sehen großzügig über die Unwissenheit im Fachbereich der Braukunst unserer tschechischen Freunde hinweg. Um aber diesen Missstand zu beseitigen, sehen wir uns gezwungen, ihnen einige Informationen zu übermitteln, auf dass sie aus ihren Fehlern lernen mögen:
Seit Jahrhunderten wird in Sachsen mit handwerklicher Meisterschaft aus Malz, Hopfen, Wasser und Hefe der beliebte Gerstensaft gebraut. Im Geschmack ist das sächsische Bier deshalb seit jeher trockener und gerader als böhmisches Zuckerwasser. „Natürlich war Bier auch am sächsischen Hofe beliebtes Getränk und Rezeptgrundlage für herrschaftliche Speisen. Zu den Leibgerichten Herzog Heinrich des Frommen zählte eine Biersuppe. (…) Aber auch dem Volke galt das sächsische Bier als unentbehrliches, tägliches Nahrungsmittel, was sich bis heute nicht geändert hat! Das sächsische Bier war sogar von solcher Güte, dass selbst die Herzöge von Bayern noch im Gründungsjahr des Münchner Hofbräuhauses 1589 für ihren Bedarf das bessere „Zschopauer Bier“ aus dem Erzgebirge bezogen. Die Quellen berichten, dass die stark eingebrauten, sächsischen Biere weit über Land vertrieben wurden, z.B. nach Wien, Innsbruck, Prag…“ http://www.bier-aus-sachsen.de/html/geschichte.html.
So ist es also auch nicht verwunderlich, dass die Tschechen der Gesamtheit der Deutschen im Pro-Kopf-Verbrauch zwar noch den Rang ablaufen können, gegenüber den Sachsen aber die Segel streichen müssen. Trotz biertouristischer Unterstützung kommen die Tschechen „nur“ auf ca. 160 Liter pro Kopf im Jahr – die Sachsen aber im Schnitt auf 168 Liter!!!
Um die unterschiedliche Wirkung des Bieres auf das Wachstum unserer irdischen Hüllen auszutesten haben wir den Vorschlag eines Fußballspiels für gut befunden. So erwarten wir schon mit freudiger Anspannung den Besuch unserer tschechischen Freunde um gleichermaßen auch die Aufnahmefähigkeit unserer aller Hüllen von verschiedensten flüssigen Köstlichkeiten zu testen, ohne dass jenige in „Turbulenzen“ geraten. Wir sind gern bereit alles in unserer Macht stehende zu tun, um dieses Fest des Sports und der Völkerfreundschaft vorzubereiten und jedwede Art der körperlichen und kulturellen Unterhaltung zu organisieren.
Das Wolfsrudel und seine Freunde
Dobry Den a na Zdravi


