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Archiv für März, 2006




Welcome you back home – Die Heimatschachtel Teil 2

Montag, 27. März 2006

Die Reise zum Knopfstern
Was packt man in eine Schachtel, die Erinnerungen an die Heimat und damit auch Heimweh hervorrufen soll? Am besten Dinge, die mit der Kindheit eines Menschen zu tun haben, denn damit verbindet man meist die angenehmsten Erinnerungen. Aber warum will man denn Menschen Heimweh verursachen, die wahrscheinlich ohnehin schon daran leiden? Heimweh allein bringt niemanden zurück in den Osten, das schaffen nur Arbeitsplätze. Mit diesen Schachteln macht man es den Menschen doch nur noch schwerer. Wenn der Herr Tiefensee unbedingt alle wieder zurück holen will, sollte er am besten gleich schon mal Anträge für ALG II reinlegen, denn etwas anderes wird die meisten wohl nicht erwarten. Ich halte die ganze Aktion für einen schlechten Witz, aber sie ist auf jeden Fall ein guter Anlass für eine Liste über die guten und weniger tollen Seiten der DDR und damit über die Dinge, mit denen einige Ossis* Erinnerungen an ihre Kindheit verbinden.

1. Kubanische Nordhangorangen

Damals, als man noch auf die sozialistischen Bruderländer angewiesen war, wenn man ein paar Südfrüchte wollte, da waren auch Kubanische Nordhangorangen keine Seltenheit. Naja, besser als gar nichts. Erinnerungen würden sie sicherlich wachrufen.

2. Badewannenfisch

Manche werden sich jetzt vielleicht fragen, was das überhaupt sein soll, ein Badewannenfisch. Das ist ein einfacher Plastefisch mit Thermometer, um die Wassertemperatur zu messen.
Ich kann mich noch gut an den Fisch meiner Eltern erinnern. Er war blau und ich habe als Kind gern damit gespielt. Der Fisch gehörte genauso zum Badewannenspielzeug wie Schiffe und U-Boote. Vor einiger Zeit haben wir in einem Laden einen Korb voller roter Badewannenfische entdeckt. Ich kann also voller Stolz behaupten, dass wir jetzt wieder einen haben – und es macht noch genauso viel Spaß wie früher, damit zu baden!

3. Knusperflocken oder Halloren Kugeln

Angeblich soll es solche Leckereien wie Knusperflocken in den alten Ländern nur selten zu kaufen geben. Wie schrecklich! Das sind Sachen, mit denen man bei mir auf jeden Fall Heimweh hervorrufen könnte, denn ich kann mir nur schwer ein Leben ohne einen gelegentlichen Griff in die Knusperflockentüte vorstellen. Eigentlich gar nicht.

4. Sandmännchenfolgen

Eine DVD mit alten Folgen des Sandmännchens, in denen Geschichten aus dem Märchenwald mit Herrn Fuchs und Frau Elster und all den anderen Waldbewohnern erzählt werden. Oder auch gerne Geschichten über das Zusammenleben von Moppi, Pitti und der Schnatterente. Pädagogisch wertvoll und auf jeden Fall viel schöner, als die hässlichen Knetfiguren, die jetzt über die Mattscheibe springen.

5. Lipsi – Tanzanleitung

Der Lipsi war die Reaktion der DDR-Regierung auf den schlechten Einfluss der Musik aus den kapitalistischen Ländern jenseits des antifaschistischen Schutzwalls. Das hat zum Glück nicht funktioniert. Niemand wollte trotz starker Propaganda dazu tanzen. Wer mehr darüber wissen möchte, sollte sich jetzt noch schnell auf den Weg nach Leipzig zum Zeitgeschichtlichen Forum machen und die derzeitige Rock-Ausstellung besuchen. Die läuft nämlich nur noch bis irgendwann im April. Ist jedenfalls sehr empfehlenswert!

* 15 Jahre sind seit der Wende vergangen, aber Wörter wie “Ossi” und “Wessi” sind immer noch nicht ausgestorben!

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    Mittwoch, 22. März 2006

    Hier ne kleine Info wegen des Ausflugs zur Titelverteidigung:
    Wegen irgendwelcher Extrawünsche diverser Personen, die garantiert mit dem Drang nach Alkoholkonsum zu tun haben, mössen wir einen neuen Termin finden! Vorgeschlagen war der 19.-21.5., was aber etwas ungünstig ist. Also neuer Vorschlag - eine Woche später, 26.-28.5. - eine Woche vor Pfingsten, danach wäre Orchestertreff und dann auch schon Brünn. Also schnellstmöglich und so verbindlich wie möglich zusagen, ob ihr bereit sein werdet zu gegebenem Termin die Ehre des wölfischen Fussballs zu verteidigen. Brauchen jetzt nur noch jemanden, der Druck von hinten macht!!!

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    Mittwoch, 22. März 2006

    Gestern stand es noch in der Zeitung. Um dem Bevölkerungsrückgang in den neuen Länden entgegen zu wirken, wurden vom amtierenden Aufbau-Ost-Minister jüngst drei (warum eigentlich nicht fünf) sicherlich hochgradig wirkungsvolle Modelle vorgestellt.
    Eines der vorgestellten Modelle schlägt das Versenden von Heimatschachteln (teils spöttisch auch als Heimkehrschachteln bezeichnet) an ehemalige Ostdeutsche** vor.
    Entwickelt wurden die vorgestellten Modelle wohl von einer Soziologie Professorin, die sich mit solchen Themen im bundesweit einzigartigen Studiengang „Kindheitswissenschaften“ (Magdeburg-Stendal) auseinandersetzt.

    Ich hoffe natürlich auf rege Mitarbeit eurerseits und freue mich schon auf eure fünf Vorschläge betreffs des Inhaltes (Milzbrandsporen oder Briefbomben zählen nicht) dieser ominösen Schachteln. Danke.

    1. Pittiplatsch Schallplatte „Als Pitti schneller wachsen wollte“

    Hier erübrigt sich jeder weitere Kommentar. Ein Klassiker. Eine charmante Geschichte, die mich immer wieder aufs Neue begeistert und bis heute nichts von ihrer unbändigen Anziehungskraft verloren hat. Wunderschön!

    2. Eine Banane

    Eher symbolisch zu verstehen. Ein Zeichen, das sagen soll: „Hey, die gibt’s jetzt auch bei uns!“

    3. Eine Flasche von die Bier, die hat so schön geprickelt in meinem Bauchnabel* Sternburg

    Ich weiß nicht wirklich, wie es so mit der Versorgung an hochwertigen Konsumgütern in den alten Ländern aussieht, aber anders als mit dem weissen Bayerngesöff lassen sich Ehemalige vielleicht mit einer guten Flasche Export locken.

    4. Volkskunst**

    Das lasse ich mal offen stehen. Was nun genau ins Paket kommt, hängt hierbei ganz vom Betroffenen, beziehungsweise seinem Herkunftsort, ab. Ein Räuchermännchen wäre hier beispielsweise ganz gut vorstellbar unbedingt von Nöten!

    5. Antifaschistisches Rundum-Paket

    … bestehend aus einem Stück des alten und glücklicherweise ehemaligen Walls, einem Parteibuch und zum Schmökern (vertiefende Literatur sozusagen) was von Wilhelm Piek: “Der neue Weg zum gemeinsamen Kampf für den Sturz der Hitlerdiktatur“ (Bruessler Konferenz der KPD von 1935).

    Na gut. Nicht ganz so ernst gemeinter Vorschlag. Aber interessant bleibt die Geschichte allemal!

    * Hab den original Werbetext nicht mehr so ganz im Gedächtnis. Aber vielleicht ist das ja auch nicht weiter schlimm.

    ** Scheißwort

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    Mittwoch, 22. März 2006

    An dieser Stelle einen schönen Gruß an El Bache. Damit habe ich dich eingeholt und es wird sicherlich nicht mehr lange dauern bis ich dich überholt habe! ;-)

    1. The Skatalites + Doreen Shaffer

    Eine Legende unter den Ska-Bands! Als ich sie zum ersten Mal gesehen habe, ging’s mir leider nicht besonders gut, sodass ich das Konzert überhaupt nicht genießen konnte. Beim nächsten Mal würde ich auf jeden Fall darauf achten vorher nur ja nicht wieder krank zu werden.

    2. The Hives

    Das bin ich dem Dude wahrscheinlich schuldig. Er wollte sie sich mit mir letztes Jahr bereits im April ansehen, aber zu diesem Zeitpunkt war ich einfach noch nicht von ihnen überzeugt und wollte nicht hin. Das änderte sich erst, als ich sie beim Highfield Festival im August gesehen habe. Die Hives sind eben eine Band, die einen nur auf CD nicht ausreichend überzeugen kann. Man muss sie erst live gesehen haben um sie zu mögen.

    3. Fast Food Orchestra

    Ursprünglich wollte ich an dieser Stelle eine deutsche Band nennen, aber es war ziemlich schwierig sich für eine zu entscheiden.
    Also habe ich mich für das Fast Food Orchestra entschieden. Das ist feinster tschechischer Ska aus Prag. Diese Band habe ich 2004 gesehen und seitdem hoffe ich darauf, endlich ein Plakat zu sehen, auf dem wieder ein Konzert in meiner Nähe angekündigt wird, denn bisher habe ich leider alle günstigen Gelegenheiten verpasst.

    4. Muse

    Ich habe sie 2002 beim Highfield gesehen. Eigentlich mag ich ihre Musik, aber live konnten sie absolut nicht überzeugen. Vielleicht sind sie ja mittlerweile besser geworden. Das würde ich gerne herausfinden.

    5. Jimmy Eat World

    Jimmy Eat World habe ich ebenfalls 2002 beim Highfield gesehen und fand sie toll! Leider ist das schon ziemlich lange her und ich hoffe jedes Jahr auf’s Neue, dass sie bald in meiner Nähe spielen.

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    Dienstag, 21. März 2006

    Tritt ein in die Welt von Schnattu mit einem Klick auf das Bild!

    mathu


























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    Einen kleinen Artikel über einen nicht ganz unbekannten Fahrlehrer fand ich gerade bei Spiegel-Online!

    Nachtrag:
    Da ist der Verkaufstop von Londsdale-Artikeln bei Quelle doch mal ein passendes Statement!

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    Dienstag, 14. März 2006

    Wie der Kolbich im letzten Jahr, so überschreite ich in diesem Jahr die Vierteljahrhundert Marke. Ob das nun unbedingt ein Grund zum Feiern ist, sei mal dahin gestellt. Jedenfalls möchte ich das Rudel hiermit recht herzlich am 8.4. in unsere neue Behausung in der Bräuergasse zu Dresden einladen! Welche kulinarischen und kulturellen Höhepunkte es geben wird erfahrt ihr demnächst! Anmeldung erwünscht!

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    Montag, 13. März 2006

    Heut erhielt ich eine zaghaft angebrachte E-mail mit dem folgendem Inhalt. Hört hört: Wir, d.h. unsere “Bierbande” (sofern noch jemand hier Bier trinke), sollen uns überlegen ob uns der Termin 19.-21 Mai passen würde für einen Versuch der Revanche im Fußball sowie einer Verkostung eines dieser Bierchens (gemeint sind mehrere einer dieser Sorten…). Der Austragungsort wäre Kostomlaty pod Milesovkou, ganz in der Nähe von Teplice.
    Also schnell in den Terminkalender schauen und fix bescheid geben. Ich denke Termin und v.a. der Ort sind sehr günstig…

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    Montag, 13. März 2006

    Zum Anlass meines 24. Geburtstages am 10. April ist es wohl an der Zeit einmal eine Festivität zu veranstalten.
    Hierfür habe ich den Partyraum des Steinbüschels (dank der Nennung gewisser Namen) gemietet für Samstag, den 22. April. Dem ein oder anderen sollte der Raum ja bereits von der feuchtfröhlichen Geburtstagsparty der Käthe bekannt sein. Start ist wie immer zwischen 20 und 21 Uhr. Für die kulinarischen Genüsse wird gesorgt sein.
    Bezüglich den Alkoholika werd ich ne Grundversorgung stellen (2 Kästen würd ich sagen). Es wäre also schön, wenn ihr nen bissl was beisteuern könntet. Andersartige Geschenke sind natürlich auch willkommen ;)

    Als kleine Thematik habe ich mir folgendes überlegt: “Musikalische Jugendsünden”
    Dafür sollte jeder ein bis zwei derartiger Jugendsünden auf CD oder Kassette mitbringen oder mir diese vorher mitteilen. Vielleicht kann ich mir sie ja runterladen. Diese werden wir dann während der Feier einstreuen und zum Schluss die 3 größten Jugendsünden küren.

    Es grüßt der Padhelm!

    PS: Anmeldung erwünscht.

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    Sonntag, 12. März 2006

    Eigentlich wollte der Dude schon längst mal eine kleine Filmreview dazu schreiben, aber das hat er bis jetzt noch nicht gemacht. Also möchte ich kurz auf den Film hinweisen, der ja schon seit Februar in den Kinos läuft. Spätestens seit der Oscarverleihung dürfte nun wirklich jeder von der Existenz des Filmes wissen.
    Da wir hier die wunderbare Kategorie Folsom Prison haben, sollte auch jeder, der diese Seite regelmäßig besucht, den Film gesehen haben und zwar möglichst im Kino, da DVD oder Video einfach nicht mit einer großen Leinwand mithalten können!

    Deshalb jetzt 5 gute Gründe den Film im Kino zu sehen:

    1. Es geht um Johnny Cash. Das allein sollte als Grund schon genügen, erst recht, da er ja bis zu seinem Tod daran mitgewirkt hat. Außerdem handelt es sich hier nicht um ein typisches Bio-Pic, denn dieser Film wurde mit viel Feingefühl inszeniert.

    2. Joaquin Phoenix singt selbst und das gar nicht mal so schlecht. Er klingt zwar nicht wie der große Meister selbst, aber das muss er ja auch nicht. Der Film gewinnt dadurch jedenfalls nur.

    3.
    Die Liebesgeschichte zwischen Johnny Cash und June Carter wird auf eine sehr schöne Art und Weise erzählt. Sie ist das eigentliche Thema des Films. Sehr einfühlsam und sehr romantisch!

    4. Der Film ist spannend, obwohl man meist im Großen und Ganzen über Cashs Leben Bescheid weiß. Es kommt keine Langeweile auf und man leidet mit June und Johnny mit.

    5. Nach dem Film hat man sich neu in Cashs Musik verliebt und will eigentlich sofort nach Hause fahren um eine Platte von ihm aufzulegen und dem Folsom Prison Blues zu lauschen.

    Johnny Cash: [Performing at Folsom Prison] Now, I’d like to remind you all that we’re recording live, so you can’t say “hell” or “shit” or anything like that!

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    Samstag, 11. März 2006

    1. Guten Morgen Sonnenschein! – Nana Mouskouri

    Damit fängt der Tag für manche von uns schon mal „gut“ an.

    2. The Beatles

    Was gibt es besseres, als an so einem Tag endlich mal alle Beatlesalben durchzuhören?
    Nichts, eben! Da man ohnehin nicht vor hat das Haus zu verlassen, kann man das auch in aller Ruhe tun. Und wer weiß, vielleicht verfliegt der Bad Hair Day dann ja wie im Fluge und schon ist ein neuer Tag angebrochen, an dem die Frisur mit etwas Glück auch wieder sitzt.

    Nachdem man alle Beatlesalben durch hat, bleibt natürlich nicht mehr viel Zeit bevor die Sonne wieder aufgeht. Deshalb noch schnell 3 weitere Stücke:

    3. Tage wie dieser – Sportfreunde Stiller

    Diesen Song habe ich in erster Linie wegen dem Titel ausgewählt. Auch wenn der Text relativ passend ist („Tage wie diesen hier gibt es wie Sand am Meer. Nichts läuft wie ich es wollte. Sie geben nicht viel her außer Frust. Keine Lust auf nichts mehr, nichts klappt wie es sollte.“), aber insgesamt klingt er für einen Bad Hair Day wohl doch zu positiv.

    4. I wasn’t born to follow – The Byrds

    Ein schönes Lied, dass fast schon hoffnungsvoll klingt. Wenn ich aber an das Ende von Easy Rider denke, macht es mich eher traurig und lässt mich daran zweifeln, ob es in dieser Welt wirklich so etwas wie Gerechtigkeit gibt. Im Film scheint es keine zu geben und das stimmt mich nicht gerade zuversichtlich. Erst recht nicht an so einem Tag. Darum passt es wunderbar in diese Liste.

    5. Sour times – Portishead

    „Nobody loves me…“ Meiner Meinung nach der perfekte Abschluss für diesen Tag. Mehr gibt es dazu wohl nicht zu sagen.

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    Samstag, 11. März 2006

    Eine Top5 Liste über Konzerte, die man gern besucht hätte, ist ja schon lange überfällig. Der Grund weshalb man diese Konzerte nicht besuchen konnte ist zumeist der verspätete Geburtstermin bzw. die ungünstige geografische Lage der Heimat. Alle der folgenden Konzerte sind in Ton- und/oder Videomaterial überliefert worden, weshalb ja erst der Wunsch aufkommen konnte dabei gewesen zu sein. Besonders das Jahr 1969 scheint ein recht ergiebiges Jahr gewesen zu sein.

    30. 01. 1969: Die Beatles auf dem Dach
    Das unangemeldete und nach 42 Minuten von der Polizei abgebrochene Konzert auf dem Dach des Apple Gebäudes in London war das letzte der Pilzköpfe. Wäre sicher ein Erlebnis gewesen vom Balkon gegenüber bei einem schönen Bierchen der Mucke zu lauschen.

    05.07. 1969: Die Rolling Stones im Hyde Park
    2 Tage nach dem Tod von Brian Jones, der mit arg überstrapazierter Leber aus seinem Swimmingpool gefischt wurde, gaben die Stones im Londoner Hyde Park ein kostenloses Gedenkkonzert.

    15. - 17.08. 1969: Woodstock
    Das wohl legendärste Festival überhaupt. Besonders alte Full Force Veteranen hätten sicherlich die ein oder andere großartige Performance im Matsch hingelegt und über die Trottel gelacht, die sich teils stundenlang an den Dixies angestellt haben anstatt gleich die Büsche zu düngen.
    Heute müssen wir uns mit FlowerPower Festivals und Burgstock zufrieden geben, was ja auch nicht schlecht ist.

    26.11. 1990: Mayhem - When it’s cooooold and when it’s daaark….
    Legendäres Konzert im guten, alten Leibtsch, das später als Live Album mit einem Foto vom zerschossenen Kopf des Sängers (der sich am 8.4. 1991 nach einem Konzert die Rübe wegpustete) als Cover veröffentlicht wurde. Geografische Lage des Konzertortes und Geburtstermin hätten es ja theoretisch zugelassen dabei zu sein, aber leider war nur der Münchhausen bereits mit 9 Jahren so hartgesotten, dieses Konzert zu besuchen.

    22.08. 1992: Iron Maiden - Live at Donington
    Großartiges Konzert im Donington Park kurz vor dem Bandausstieg von Bruce Dickinson. Mittlerweile sind die Jungfrauen ja wieder in alter Besetzung unterwegs, weshalb man sich CD bzw. Video nicht mehr so wehleidig ansehen muss.

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    Freitag, 10. März 2006

    Ich bin gut gelandet und erkaempfe mir meinen Weg durch die Unbilden, die das Wetter fuer mich bereithaelt!
    Ich hoffe, diese wunderbare Web Site in Kuerze mit einer eigenen Seite bereichern zu koennen. Ihr koennt euch sicher noch ein paar Tage gedulden, bis ihr endlich in die Gelegenheit kommen werdet, eure brennende Neugier auf meine einmaligen Erlebnisse stillen zu koennen.

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    Sonntag, 5. März 2006

    Da der Uniwechsel vom Dude bereits unter Dach und Fach ist, erübrigt sich meine Liste eigentlich. Der Vollständigkeit halber (schließlich will alles gut überlegt sein, gerade wenn man von der HTWK zur Leipziger Uni wechselt) und um El Bache wieder einzuholen, schreibe ich sie aber trotzdem. Außerdem weiß ich als Studentin der Alma Mater wie gut es die Studenten der HTWK haben.

    1. Kommilitonen

    Hmm, also David Beckham-Verschnitte begegnen einem wahrscheinlich überall. Dazu kommen dann vielleicht noch Typen in rosa Polohemden mit blonden Strähnchen im Haar oder Zippen mit einer nervtötenden Lache und riesigen geschmacklosen Ohrringen, die die Moritzbastei und vielleicht noch das Flower Power (an den Karaokeabenden) neben den gängigen Studentenklubs (extra günstig unter den Wohnheimen gelegen) für die tollsten halten, weil sie sich noch nicht in andere reingewagt haben.
    Oder diese elenden Klugscheißer, die schon sonst wo im Ausland waren (siehe Auslandserfahrung) und ihren eigenen Franzosen und ihren eigenen Spanier zu Rate ziehen können, wenn sie ihre Spanischaufgaben alleine nicht hinkriegen, um dann zu versuchen mit aufgeschnapptem Halbwissen anzugeben. - Streber nerven und vor diesen Sacktretern schützen auch die Geisteswissenschaften nicht!

    2. Nachtarbeit

    Die gibt es wahrscheinlich auch überall. Vielleicht wird der eine mal mehr und der andere weniger davon betroffen sein, aber ich denke, dass Latein zu lernen auch nicht grad einfach wird und durchaus ebenfalls hin und wieder eine Nachtschicht erfordern wird.

    3. Interesse

    Was das Interesse angeht, hat der Dude sicher Recht, aber ich glaube nicht, dass Klassische Logik und Philosophie auf Dauer nicht langweilig werden. Mal abgesehen davon, dass es mit Sicherheit ziemlich langweilig werden dürfte Deklinationen einer toten Sprache zu lernen.

    Dass Bauwesen nicht besonders unterhaltsam ist, ist eigentlich allgemein bekannt. Außerdem hat ein weiser Mann einmal gesagt: „Jeder ist für die Wahl seines Studienfaches selbst verantwortlich!“

    4. Leistungen

    Das ist wahrscheinlich der einzige Punkt, bei dem man wirklich nicht widersprechen kann. Wenn die geforderten Leistungen nicht erbracht werden, nützt auch die tollste Uni mit den besten Studienbedingungen nichts, leider!

    5. Flair der Uni

    Auf meinem Weg zur Uni komme ich jeden Tag an der HTWK vorbei und denke mir: „Ach, wie schön die es dort haben!“.
    Wenn ich dann an die Hauptuni im Zentrum denke, überkommt mich manchmal glatt so etwas wie Neid. Die haben da moderne Rechner (mit Drucker und USB-Anschluss an der Vorderseite), die nicht ständig abstürzen, eine wunderschöne Mensa (mit tollen Tassen ;-), der Campus ist nicht über die ganze Stadt verteilt, gepflegte Gebäude…
    All das, was die Leipziger Uni nicht hat. Da gibt es statt dessen ewiglangsame und ständig absturzgefährdete Computer, eine alte Mensa, bei der einem der Appetit vergehen kann, der Campus Ist über die ganze Stadt verteilt und die Gebäude der Hauptuni sind das letzte. Sie stehen erst verhältnismäßig kurz (feinste DDR-Architektur), sehen aber schon aus als wären sie Jahrhunderte alt. Von außen sind sie total versifft, innen rattern laute Heizungen und klappern und quietschen 20 Jahre alte Rollos. Mal abgesehen von dem gelegentlich Baulärm, der zu den verdreckten Fenstern hereindringt, weil die Uni nämlich endlich erneuert wird (2009 ist der Umbau beendet und ich bin hoffentlich aus der Uni raus). Dieser Krach macht es teilweise fast unmöglich den Professor zu verstehen. Aber ich schweife ab.

    Naja, ich will die gute alte Alma Mater nicht ganz so schlecht machen. Ich studiere schließlich eigentlich relativ gerne da. Außerdem kann sie mit einem Paternoster und einem Relief, von dem aus Karl Marx freundlich über den Augustusplatz lächelt, punkten.

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    Freitag, 3. März 2006

    Nachdem el Bache hier so schön vorgelegt hat, ist es wohl an der Zeit da mal nachzuziehen. Aus sicherlich nachvollziehbaren Gründen hab ich “Transylvanian Hunger”, “Spell of destruction” und “Black Metal ist Krieg” nicht noch mal mit auf meine Liste genommen - obwohl sie eigentlich drauf müssten. Aber das geht schon in Ordnung, da es hier ganz eindeutig mehr als nur fünf Anwärter auf einen Listenplatz gibt. Man hat halt so seine Favoriten.

    1. Burzum - Dunkelheit

    2. Carpathian Forest - Last Sight Of Nostalgia

    3. Darkthrone - Beholding The Throne Of Might

    4. Nargaroth - The Day Burzum Killed Mayhem

    5. Mayhem - Freezing Moon

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