So, da den Schnattu der vorige Artikel scheinbar nicht gekratzt hat, legen wir die Latte jetzt mal etwas höher. Ich hab mal im Internet etwas gestöbert, was man so von Kams spricht. Hier einige Auszüge:
Altes und Liebeswertes abgerissen
(…) Eine Stadt, in der das Alte und Liebeswerte abgerissen und ersetzt worden war durch Plattenbauten, viel zu breite Straßen und eben den maßlosen Marx-Kopf. Chemnitz wurde auf diese Weise wie vielleicht keine andere Stadt in der DDR nach dem Krieg ein zweites Mal zerstört. Es galt schon als Erfolg der Städteplaner, dass sie den vor dem Nischel geplanten endlos weiten Aufmarschplatz für Kundgebungen verhindern konnten.
Zur Strafe Urlaub in Chemnitz machen
(…)Gegen soviel Elend half nur sächsischer Witz. Unter Architekten hieß es nach dem Ende der DDR, wer immer ein hässliches Bauwerk in die Welt setze, solle zur Strafe seinen Urlaub in Chemnitz verbringen müssen.
Das Aschenputtel
Unter den drei großen sächsischen Städten war Chemnitz im Vergleich zu Dresden oder Leipzig stets das Aschenputtel. Das Aschenputtel aus dem Märchen wurde die Prinzessin. Dass dies Chemnitz gelingen könnte, glaubt niemand. Auch wenn Oberbürgermeister Peter Seifert (SPD) pflichtgemäß von seiner Stadt schwärmt, sie sei das „erstaunlich grüne Tor zum ehemals silbernen Erzgebirge“. Zwei Wörter fallen an dieser gekünstelten Formulierung auf, die wenigstens ehrlich sind: „erstaunlich“ und „ehemals“.
„Ruß-Chamtz“
Was Chemnitz angetan wurde, ist aber weder mit Fassaden noch mit den Versuchen einer modernen großstädtischen Bebauung wiedergutzumachen. Als 1990 die Einwohner entscheiden sollten, ob es bei Karl-Marx-Stadt bleiben oder die Stadt wieder Chemnitz heißen solle nach dem Flüsschen, das den Ort berührt, war es vor allem die PDS, die mit dem uralten Namen von „Ruß-Chamtz“ aus der Zeit der Industrialisierung Stimmung gegen die Rückbenennung zu machen versuchte.
Quelle: http://www.deutsche-landwirte.de/060303b.htm