… anstatt 160 (!) Minuten beim Prüfungsamt zu sitzen und darauf zu warten, endlich zu einer dreiminütigen Audienz herein gebeten zu werden. So ist es mir nämlich gestern ergangen. Ich wollte mich nur zum Vordiplom anmelden und habe dabei 160 wertvolle Minuten meines Lebens verloren. Neuerdings ist es sogar so, dass man da Nummern ziehen muss. Ich hatte die 854 und es waren ca. 30 andere vor mir. Während diesen 160 Minuten hatte ich jedenfalls mehr als genug Zeit, um mir 5 Dinge zu überlegen, die sinnvoller wären, als beim Prüfungsamt rum zu sitzen und vor sich hin zu starren.
1. Lernen
Ich weiß, es klingt langweilig und das ist es ja auch, aber wie ich bereits erwähnt habe, das Vordiplom steht vor der Tür und da schadet es nicht gelegentlich die Nase in die Bücher zu stecken.
2. Hausaufgaben
Auch das klingt langweilig, ich weiß. Es ist aber immer noch besser, als 160 Minuten rum zu sitzen und nichts zu tun. Ich hatte ja dummerweise nicht mal ein Buch dabei.
3. Eis essen
Es war fürchterlich warm da und alle Fenster waren geschlossen, bis sich eine nette Dame endlich erbarmte und die Fenster entriegelt hat. Da wäre so ein leckeres Eis zur Erfrischung schon toll gewesen!
4. Bummeln
Ein bisschen rausgehen und das schöne Wetter genießen wäre auch toll gewesen. Es hat zwar keine Sonne geschienen, aber es war trotzdem angenehm draußen, in der Freiheit. Wahrscheinlich jeder, außer unsereiner, hat draußen gesessen, in irgendeinem Café und sich des Lebens gefreut. Nur wir nicht. Wir haben stundenlang in diesem stickigen Raum gehockt und gewartet!
5. Aufräumen
Es ist ja nun nicht so, dass ich ein ausgewachsener Putzteufel wäre, aber es geht bei dieser Liste schließlich um 5 sinnvollere Dinge als in ‘nem Warteraum mit zitronengelben Wänden zu sitzen. Meine Mitbewohnerin hat es jedenfalls geschafft, in dieser Zeit die komplette Wohnung aufzuräumen und zu putzen. Sie hat sogar gewischt, was normalerweise äußerst selten vorkommt!
Dieses Verhalten von ihr ist mir meistens nicht so recht, weil ich danach jedes Mal darauf wetten kann, dass meine Sachen nicht mehr da stehen, wo ich sie zuletzt gelassen habe. Nicht mal vor dem Kühlschrank schreckt sie dabei zurück! Tja, und so war es auch gestern. Ich bin nach Hause gekommen und meine Nutella stand nicht mehr am gewohnten Platz, sondern an einer strategisch völlig ungünstigen Stelle.
Hmm, ich weiß, dass Eis essen und bummeln gehen keine “sinnvollen” Beschäftigungen sind, aber man muss sich ja auch mal was gönnen, gerade wenn es draußen schön ist! - So, und damit wäre mein Trauma von gestern erstmal aufgearbeitet.
