Am zweiten Adventwochenende war endlich mal wieder ein wölfisches Treffen in Leipzig organisiert worden. Mellony reiste bereits am frühen Nachmittag mit einer Kiste Bier nach Leipzig und traf sich mit dem aus Oberfranken angereisten Kolbich! Zusammen fuhren sie zur Oma, um den dortigen Wolfsrudelstützpunkt, die sogenannte „Drackschänk“, einzunehmen. Die beiden entzauberten glücklicherweise den Schlüssel von ihr, da sie zu ihrer Chorprobe sowie einer geheimen nichtwölfischen Feier musste, bei der sie den Beitritt anderer Wolfsrudelmitglieder strikt vermeiden wollte! Eine Begründung fanden wir leider nicht. Kolbich und Mellony entschlossen sich dafür zu Liese zu gehen. Christfred wurde zwischendrin am IKEA an der Autobahn abgeholt, nachdem nach einen großen Umweg über Markranstädt der definierte Treffplatz auch gefunden wurde.
Danach wurde Kolbich bei Liese als Koch angestellt, wo unterdessen Mellony mit Chistfred ein paar Bier aus der nahe gelegenen Wohnung holten! Kolbe hatte ein köstliches Mahl vorbereitet, welches auch unbedingt ohne „Päckchen“ fertig gestellt werden musste! Allen schmeckte es ausgezeichnet, man schlürfte nebenbei ein Bier und entschied sich danach zu einer Party am Ostplatz von Leipzig zu gehen. Die etwas kränkelnde Liese, blieb allerdings lieber zu Hause, um für morgen fit zu sein!
Die Drei verpassten knapp den Bus und mussten von der Südvorstadt zur Lokation laufen! Auf der Fete waren sehr viele Partygäste anzutreffen, wobei man anfänglich nur Schludi und Robernd kannte! Es entwickelte sich aber eine feuchtfröhliche wölfische Party, wo man am Ende fast jeden der ca. 60 Gäste mit Namen kannte. Per Zufall steuerte auch noch Moni zu dieser Party und schrie ein freudiges Wolfsgeheule in die Luft als sie die anderen Rudelmitglieder sah! Christfred versuchte es wie gewöhnlich bei den Frauen und fixierte sich auf Anne oder doch eher auf ihren großen Pickel an der Nase! Gegen 6Uhr musste man auf Weisung der Mieter bereits die Fete verlassen, da die Feier beendet war.
Als man dann das Gebäude verließ und sich die noch sportliche Oma ihr Fahrrad nehmen wollte, war dieses nicht mehr am Platz zu finden, wo sie es angeschlossen hatte. Es schien gestohlen zu sein. Empört suchte sie die nahe Umgebung ab und tatsächlich lag es um einer Ecke am Boden. Allerdings war es nicht mehr fahrtüchtig. Man hatte versucht das Fahrrad zu klauen, doch die Räuber haben es aufgrund der Verkeilung des Schutzbleches ins Rad nicht geschafft.
Jeder bog dann etwas am Rad bis sich dieses wieder drehte und das Fahrrad, zur großen Freude von Oma, wieder zum entsprechenden Verwendungszweck einsetzen ließ. Die Wölfe hatten natürlich immer noch nicht genug und voller Tatendrang steuerten die Vier das Flower Power an! Alle schlürften dort noch ein, zwei oder drei Bierchen an der Bar. Kolbich, welcher heute anscheinend im Auftrag des BND unterwegs war, wurde von einem recht angetrunkenen Gast erkannt und belästigt, welcher sich sehr bespitzelt fühlte. Er drohte sogar mit Gewalt, doch der sonst so aggressive Kolbich, ließ sich heute glücklicherweise nicht drauf ein. Bei Moni machte sich langsam eine anstrengende Woche bemerkbar und sie legte sich etwas nieder, wo sie zärtlich von Lisa umkümmert wurde. Diese war ja schon bei der Party als äußerst betrunken aufgefallen, wollte aber mit uns noch mithalten können. Mellony unterhielt sich lange mit einem irischen Citytunnelbauer, der das Bier trinken wahrlich wusste und ihn dann auch noch zu einer Weihnachtsfeier der Arbeiter am Leipziger Tunnelprojekt einlud.
Gegen 9Uhr verließ man endlich die Kneipe und wurde durchs helle Tageslicht richtig geblendet! Der angebliche Ire versuchte Mellony und Christfred zum Frühstück sowie einem Bier einzuladen. Aber das war dann doch zu viel. Irgendwie trennte sich die Gruppe, da Moni noch ein Schwätzchen mit ihren Kollegen hielt, Christfred vom Iren vorerst nicht loszureißen war und dieser dann auf dem Heimweg noch ein paar Zeitzeugen interviewte! Anschließend übernahm er noch eine Rolle als Komparse und holte Brötchen fürs Frühtück. Kolbe schwankte mit Mellony heim und beide waren sich dem Weg irgendwie nicht mehr sicher! Mellony musste Kolbich dabei lange erklären was parallel ist und ob er es dann wirklich verstanden hat, darüber lässt sich zweifeln. Mit Moni traf man sich dann per Zufall wieder an ihrer Wohnungstür, man setzte sich in die Küche, wo der Mitbewohnerarzt Tobias frühstückte. Nach einigen Gesprächsversuchen mit ihm und der ständigen kolbichen Wiederholung, was für ein guter Kollege er sei, legte man sich dann aber doch endlich hin. Christfred traf auch dann nur wenig später so gegen 10Uhr in der „Drackschänk“ ein und beobachte bis fast 14Uhr die Kochkunst des Arztes, welcher köstliche Gerichte für die bevorstehende Feier zubereitete!
Ab ca. 16:30Uhr quälte sich dann nach und nach jeder mal aus dem Bett! Moni kaufte mit Mellony für die abendliche Veranstaltung ein, wobei dessen Restalkoholwert sicher noch nicht für ein Fahren ausreichend war. Anschließend fuhr er sogar noch ins Alkoholtherapiezentrum zu Melanjie, aus dem er anschließend aber auch wieder fliehen konnte.
Gegen 20:30Uhr konnte die nächste Fete in der Drackschänk steigen! Immer mehr Gäste fanden sich ein, darunter heute auch die Liese, der aus Tschechien angereiste Dachstein und Padhelm! Es entwickelte sich eine schöne, harmonische und abwechslungsreiche Feier! Seine viele Freizeit sah man Kolbich am Pokertisch an, wo er seine Künste demonstrierte und seine Gegner wahrlich demontierte. Zwischendurch wurde fantastisch musiziert und Mellony begeisterte mit seinen Gesangeskünsten beim Karaokesingen. Nebenbei wurde natürlich viel gesüffelt, so dass bald der gesamte Bierbestand zur Neige ging. Kein Problem für das Rudel, welches sich auch in Notlagen immer zu Helfen weiß und dann die Korken der Weinflaschen springen ließ. Die Schwester der diesmal leider nicht anwesenden Bache musste aber viel von ihrem Bruder gelernt haben, als sie noch zu später Stunde den Dachstein im Skat keine Chance ließ. Fast alle anderen Gäste waren gegangen, als dann auch die Wölfe gegen 6:30Uhr ihr Schlaflager aufschlugen.
Nachdem dann nach kräfteraubenden Versuchen um der sonntäglichen Mittagszeit Christfred sowie Kolbich endlich auf die Worte von Mellony hörten und diese endlich erwachten, wurde noch ein leckeres Frühstück eingenommen. Dann stand ja für unsere weit angereisten Rudelmitglieder eine lange Autofahrt bevor. Man verabschiedete sich voneinander und alle waren einer Meinung, dass dies wirklich mal wieder eine wolfstypische Session war. Von Leipzig aus fuhren Christfred, Kolbich und der Chauffeur Mellony über Thum nach Bayreuth, wo es gegen die Müdigkeit noch einen leckeren Kaffee gab und unser erfolgreich fertig gewordener Langzeitstudentenwolf abgesetzt wurde. Der Brandenburger wurde im Süden des Baden-Württembergischen Reviers ausgesetzt, bevor anschließend Mellony in den Tiefen der schweizer Wälder verschwand!
Zurück in der Drackschänk blieben nur ein paar versiffte Bundeswehrkniestrümpfe. Welcher der Wölfe mithilfe des strengen Geruches derselben einen Revieranspruch anmelden wollte, ist bis heute ungeklärt.
Unser allgemeines Fazit: Schie wars mol wieder!